BGFE-Forschungsprojekt PREVA: Evaluation von Maßnahmen der Prävention psychischer Fehlbelastungen und Aufbau von Gesundheitsressourcen

Herausforderungen für die Berufsgenossenschaften und ihre Mitgliedsbetriebe

Die Berufsgenossenschaften als Dienstleister der Unternehmen sind aufgerufen, Ihre Kompetenz zum Schutz und zur Mehrung humaner und sozialer Ressourcen im Arbeitsprozess einzubringen.

In diesem Sinne haben sich die BGen zum Ziel gesetzt, Unfälle, die als Folge psychischer Fehlbeanspruchung entstehen, sowie Gesundheitsschäden, zu denen nach dem neuen Präventionsgesetz auch Folgeerkrankungen aus psychischen Fehlbeanspruchungen zählen, noch erfolgreicher verhüten zu helfen (3. Forum Prävention, 25./26.02.04 BGAG Dresden). Die BGen ihrerseits möchten dadurch ihren Beitrag zur Ersparnis bei Behandlungs-, Rehabilitations- und Entschädigungskosten und zur Reduktion der Versicherungsbeiträge leisten.

Wie können Berufsgenossenschaften und Unternehmen bei der Prävention psychischer Fehlbeanspruchungen gemeinsam vorgehen?

Während das von BG-Seite entwickelte Instrumentarium zur Beurteilung psychischer Fehlbelastungen und Fehlbeanspruchungen gegenwärtig eine erfreuliche Dichte aufweist, werden die bislang genutzten Methoden zur präventiven Intervention soeben auf ihren ökonomischen Nutzen überprüft. Insbesondere in Deutschland ist die empirische Forschung zum Nachweis des ökonomischen Nutzens derartiger Maßnahmen zu systematisieren und zu vereinheitlichen. Ziel soll es sein, in Kosten- Nutzen- Vergleichen bewertete Präventionsmodule zur Vermeidung psychischer Fehlbelastungen den Aufsichtspersonen der Berufsgenossenschaften anbieten zu können.